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UCP 1 - Weingarten | FRANKREICH

Grapevine Leafroll Disease (GLRaV-1 & GLRaV-3 - Virus) & Bois Noir (Candidatus Phytoplasma solani - Bakterium)

Schädlingsherausforde-rungen

Grapevine Leafroll Disease (GLD) ist eine Virusinfektion, die durch das Grapevine Leafroll-assoziierte Virus (GLRaV) verursacht und hauptsächlich durch Schmierläuse verbreitet wird. Die GLD-Symptome variieren je nach GLRaV-Spezies, wobei GLRaV-1 und GLRaV-3 am schwerwiegendsten sind und von den Behörden gezielt erfasst werden. Zu den Symptomen gehören Blattverfärbungen, die die Photosynthese und den Ertrag um 15 bis 30 % verringern, wobei in schweren Fällen bis zu 60 % Verlust drohen. Infizierte Rebstöcke zeigen eine verminderte Wuchskraft und erholen sich nur schwer von Winterschäden, da die Kohlenhydratspeicher aufgebraucht sind. Die Erntequalität ist beeinträchtigt, was sich in einer späten und unregelmäßigen Reifung, einem geringeren Zuckergehalt, einem erhöhten Säuregehalt und einem niedrigen Polyphenolgehalt äußert. GLD stellt weltweit ein erhebliches wirtschaftliches Problem dar und führt häufig zum vorzeitigen Roden der Rebstöcke aufgrund der geringeren Rentabilität. Darüber hinaus behindern kontaminierte Baumschulparzellen die Pflanzenproduktion. Die Identifizierung von GLD ist aufgrund der Variabilität der Symptome bei verschiedenen Rebsorten und Umweltfaktoren schwierig.

Bois Noir (BN) ist eine Rebenkrankheit, die durch Candidatus Phytoplasma solani verursacht wird, ein RNQP-Bakterium, das in Frankreich hauptsächlich durch wurzelfressende Fulgores wie Hyalesthes obsoletus übertragen wird. BN führt zu Sterilität in symptomatischen Zweigen, die durch Blattverfärbung und fehlende Verholzung gekennzeichnet ist, was unmittelbar zu Ernteverlusten und wirtschaftlicher Belastung der Weinberge führt. Quantitative Modelle deuten darauf hin, dass BN die Wein- und Tafeltraubenproduktion in der Europäischen Union um 4-8 % verringern kann. Darüber hinaus erschwert BY das Krankheitsmanagement, da es die Erkennung anderer gelber Krankheiten wie Flavescence Dorée überdeckt, die Erhebungskosten in die Höhe treibt und umfangreiche Anstrengungen für eine genaue Bewertung erforderlich macht. Eine Fehldiagnose aufgrund des Vorhandenseins von BY kann zu unwirksamen Bekämpfungsmaßnahmen führen, wodurch die Auswirkungen auf die Gesundheit und Produktivität der Weinberge verlängert werden. Einige französische Regionen stellen jährlich erhebliche Mittel in Höhe von über 600.000 Euro für die Bekämpfung von BN bereit, was die dringende Notwendigkeit verbesserter Erkennungsstrategien und wirksamer Bekämpfungsmaßnahmen unterstreicht

Herausforderungen der Region

Das Weingut befindet sich in der Region Elsass mit einer Fläche von 15.000 ha und einer Produktion von 1 Million Hektoliter/Jahr. Es werden hauptsächlich Qualitätsweißweine und -schaumweine mit der geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.) Elsass erzeugt.

In den elsässischen Weinbergen ist die Bekämpfung der Grapevine Leafroll Disease (GLD) und der Bois Noir (BN) von entscheidender Bedeutung für die Erhaltung der Gesundheit der Reben, der Produktivität und der Lebensfähigkeit der Weinindustrie. Die Besorgnis über GLD erfordert die Bekämpfung von GLRaV-1 und -3 in Mutterreben, die das Angebot an Pflanzmaterial für die Erneuerung von Weinbergen im Elsass bedrohen.

UCP plan

Für das französische UCP in der Region Elsass (Weinbau) werden mindestens drei verschiedene Betriebe in verschiedenen Zonen ausgewählt, um das potenzielle Vorhandensein und den Grad des Ausbruchs des Schädlings zu untersuchen.

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